Wirksamer Schutz gegen Identitätsklau
CyberGuard klärt Privatanwender auf
Der Datenklau greift um sich. Längst sind nicht mehr nur Unternehmen davon betroffen. Die Datenfischer haben es jetzt auch auf die PCs von Privatanwendern abgesehen. Selbst wenn es keinen hundertprozentigen Schutz gibt, können Privatanwender wirksame und einfache Methoden ergreifen, um Datenfischern nicht so leicht ins Netz zu gehen.

Ein absolutes Muss ist eine Firewall. Sie sollte generell alle Verbindungsversuche übers Internet blocken und immer zuerst die Erlaubnis des Anwenders einholen, bevor eine Verbindung ins World Wide Web aufgebaut wird. Ganz wichtig ist auch, das Betriebssystem und alle anderen Programme möglichst auf den neuesten Stand zu haben. "Hacker machen sich erfahrungsgemäß nicht die Mühe, einen geschützten Privat-PC zu knacken. Sie suchen lieber weiter nach einfachen Opfern und das sind ungeschützte Computer", weiß Dr. Horst Joepen von CyberGuard, einem führenden Hersteller von Sicherheitsprodukten wie Firewalls und Filtersoftware. Besonderes Augenmerk legt der Securityspezialist natürlich auf eine wirksame Anti-Viren-Software. Joepen weist darauf hin, dass es mit der einmaligen Installation nicht getan ist. Umfassender Schutz wird nur mit regelmäßigen Updates erreicht. Um immer auf dem aktuellen Stand zu sein, empfiehlt sich, die Software so zu konfigurieren, dass neue Patches automatisch heruntergeladen und installiert werden. Zusätzlich sollten Programme auf dem Computer laufen, die Spyware und unerwünschte Werbung täglich oder einmal pro Woche automatisch entfernen.

Trau, schau, wem
Höchste Vorsicht ist bei E-Mails geboten - sie sind die Gefahrenträger schlechthin. Alle Nachrichten mit persönlich nicht bekanntem Absender sind generell verdächtig. Klicken verboten - das gilt besonders für Links, die angeblich von der Bank oder von Einzelhändlern kommen. Dabei handelt es sich meist um das so genannte Phishing, eine der derzeit größten Bedrohungen für Privatpersonen. Die gefälschten Links führen zu einer offiziell aussehenden Homepage, auf der persönliche Informationen wie Kontonummer oder Passwörter für die angebliche Aktualisierung von Datenbanken abgefragt werden. In Wirklichkeit werden die Daten aber abgespeichert und von unbefugten Dritten missbraucht. "Gegen diese heimtückischen Fallen gibt es keine wirksame Software, am besten hilft eine gesunde Portion Misstrauen gegenüber allem, was unaufgefordert im elektronischen Postfach landet", rät Joepen. Beim elektronischen Datenverkehr muss auch auf die Autovorschau im Posteingang verzichtet werden. Sie sollte unbedingt deaktiviert sein, denn Würmer und Viren können sich durch die Autovorschau verbreiten, ohne dass die E-Mail selbst gelesen oder der Anhang geöffnet wurde.

Absolut tabu ist auch das Speichern persönlicher Informationen auf der Festplatte. Passwörter oder Steuernummer, TANs fürs Online-Banking und ähnliches werden am besten auf CD gebrannt und nur bei Bedarf auf die Festplatte zurückgespeichert. Zu guter Letzt hat der Sicherheitsspezialist noch ein trivialen, aber äußerst wirksamen Tipp: Nach Gebrauch (Netzwerk)-Stecker raus! Denn selbst der beste Hacker ist bei einem Computer, der nicht ans Netz angeschlossen ist, machtlos.



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